Derby-G547

 

Online Discography


Derby
25cm

 

Derby-V547

Please note: This is a discographical catalog - items are NOT available for sale from us
Achtung: Dies ist eine Discographie - die Platten stehen NICHT zum Verkauf

We herewith offer a label listing of the German Derby label, 25cm diameter issues. Below follows a short introduction in German language:

Der Begriff  „Derby“ wurde von der Lindström AG am 27.02.1926 zum Schutze angemeldet. Die Anmeldung wurde unter Nummer 355986 am 23.08.1926 eingetragen und im Warenzeichenblatt S.2194 im gleichen Jahre veröffentlicht.Die Derby-Platten mit 25cm Durchmesser waren ursprünglch eine Gemeinschafts- Produktion von Grammophon, Homokord, Odeon und Vox, gedacht als billige „Kampfplatte“. Die Firmen steuerten jeweils Titel bei, die sich bereits amortisiert hatten oder die mit dem Aufkommen des elektrischen Aufnahmeverfahrens veraltet waren und nicht mehr regulär vermarktet werden konnten. Die Künstler- Bezeichnung war anonym (Tanz-Orchester, Jazzband etc). Auf den Press-Shells wurden die Original-Matrizen-Nummern in der Regel unkenntlich gemacht, wodurch sich die discographische Zuordnung erschwert - die Zuordnung der Titel zu bestimmten Orchestern und Sängern kann in der Regel nur noch annähernd durch den Höreindruck erfolgen. Es muss davon ausgegangen werden, dass alle bei den vier Firmen unter Vertrag stehenden Interpreten hierfür in Frage kommen.Alle Titel wurden bei allen Firmen gepresst, jeweils kenntlich gemacht durch das Präfix G-, H-, O- oder V-.
Nach dem Konkurs von Vox und der Übernahme von Homocord durch Lindström führten Grammophon und Lindström die Zusammenarbeit vom Frühjahr 1929 bis zum Frühjahr 1932 fort und richteten hierzu eine neue Serie DO-5000 mit 20cm-Durchmesser ein - D steht vermutlich für Deutsche Grammophon, O für Odeon. Einige, wenn nicht alle, Aufnahmen der Grammophon wurden auch in einer G-5000-Serie herausgebracht.
Im Frühjahr 1932 unternahm Lindström einen kurzen Versuch, die Serie durch Umkopierung von Gloria-Matrizen mit 25cm Durchmesser fortzuführen, stellte dies aber bald ein und konzentrierte sich auf die im Januar – ebenfalls in Zusammenarbeit mit Grammophon - eingeführte Marke Gloria für preiswerte Platten zu  2.- RM.
Möglicherweise wurde die Derby-Platte auch in größeren Kaufhäusern verkauft, doch in der Regel erfolgte der Vertrieb dieser Billigplatten der beiden großen Firmen durch die Fachgeschäfte, die, so scheint es, dazu sogar vertraglich gezwungen waren. Das war auch der Grund für den Widerstand der Fachhändler, denn mit dem Verkauf dieser Platten konnten sie kein Geld verdienen. Aufschlußreich sind dazu die Berichte und Kommentare in der „Phonographischen Zeitschrift“, dem Organ des Reichsverbandes des Deutschen Sprechmaschinen- u. Schallplatten-Handels e.V. Im Leitartikel der Nr. 1 (1930) finden sich folgende Anmerkungen:
- Eine Hauptkritik der Händler richtet sich gegen die billigen 20 cm-Platten. Es gibt keinen Gewinn bzw. Mehrgewinn für den Händler, denn die Kunden kaufen
   nicht mehr Platten, weil sie billiger sind.
- Als Beispiele werden nur die Derby-„Kampfplatte“ von Grammophon und Lindström, Preis 1,50 RM,  und die Orchestrola-Platte des Küchenmeisterkonzerns,
   Preis 2,25 RM, genannt.

Among those who have provided information are the following:  Björn Englund (Stockholm), Christoph Gottschalch (Hamburg), Andreas Grassmann (Obersulm), Günther Grunow (Radebeul), Bernd Meyer-Rähnitz (Dresden/Radebeul), Enrico Pigorsch (Dresden), Günther Volkmann (Emden)

Derby Record  25cm diameter discs   
 

Derby-O-662  Derby-H685  

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UPDATE: 2024-07-17


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